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Autor Thema: Des Pfeifers Bedarf  (Gelesen 2426 mal)

Horst Grindelwald

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Des Pfeifers Bedarf
« am: 03. August 2015, 22:08:05 »
Grüß euch,

da ich durch das Spiel dieses Jahr angefixt wurde, möchte ich mir eine Marschpfeife anschaffen um im privaten etwas zu spielen, weshalb ich nun hier um Bezugsquellen für geeignete Pfeifen bitte. Die Preisklasse ist hierbei von geringerer Rolle. Kendra war bereits so lieb und hat mir zwei Links gegeben:

http://jas-townsend.com/maple-fife-p-396.html?osCsid=6707945c76f47730bf1b7eb4c1674e1b

http://floetenbau.ch/spd.html

Folkfriends scheint auch welche im Angebot zu haben, jedoch bin ich mir nicht 100 prozentig sicher ob diese geeignet sind: http://www.folkfriends.com/Sweetheart+Renaissance+Fife+-+D,i1.htm - vlt. ein Wort der anderen Pfeifer dazu?

Wer also weitere Möglichkeiten zur Beschaffung dieser Instrumente hat, immer her damit!

Grüße, Horst

Kendra

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #1 am: 03. August 2015, 22:13:12 »
(...)


Folkfriends scheint auch welche im Angebot zu haben, jedoch bin ich mir nicht 100 prozentig sicher ob diese geeignet sind: http://www.folkfriends.com/Sweetheart+Renaissance+Fife+-+D,i1.htm - vlt. ein Wort der anderen Pfeifer dazu?

Wer also weitere Möglichkeiten zur Beschaffung dieser Instrumente hat, immer her damit!

Grüße, Horst

Einmal die Sweetheart in D: https://www.youtube.com/watch?v=3r3KlEztVFM&hd=1

Aus meiner Sicht annehmbar hölzern. Ich finde es sonst zu.... modern. (Wie die Tercio-Pfeife, die empfand ich letztes Jahr auch etwas zu... "modern")
(...) Passt zur Optik besser als ein 0815 Tellerbarett.

Horst Grindelwald

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #2 am: 03. August 2015, 22:29:53 »
Für einen Laien: Was heißt zu "modern"? Des weiteren: kommt es mir nur so vor oder klingt die Flöte tiefer als die die wir im Lager haben?

Lyrah

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #3 am: 04. August 2015, 03:02:38 »
Ahoi!

Sehr gute Idee mit dem Thread. Und um noch einmal zu wiederholen was sich in der Shoutbox bald verflüchtigt: Toll dass wir Pfeiffer gehört wurden und offenbar weitere Leute inspiriert werden!  ;)

Die oben verlinkten Flöten scheinen mir allesamt passend. Es hängt wohl davon ab, was für ein Pfeiffer-Konzept man hat. Im Falle der Townsend oder Folkfriend-Flöte geht es vllt. eher ein bisschen in Richtung 'künstlerisch/verspielt/musikalisches Flötenspiel'. Damit kann man auf dem DF ja schon sehr viel anfangen. Und solange man damit nicht ins Feld zieht, könnte man sogar auch eine Blockflöte wählen.

Ich habe keine Fife sondern eine alte Militär-Schwegelpfeife aus Holz, die ich als Glücksgriff günstig auf ebay erwischt habe (ungefähr dieses Modell). Sie ist schon ziemlich gebraucht und spielt sich nicht so schön klar, ist aber von den Griffen dem Basler Piccolo sehr ähnlich (einen Ton tiefer, genau wie die Schweizerpfeife aus dem Artikel, den Kendra verlinkt hat). Für mich erfüllt die Pfeife ein Konzept von 'militärischer Marschmusik', was eben weniger ein hübsches Flötenspiel ist sondern in erster Linie durchdringende Töne und Märsche produzieren soll, die man im Feld weit hört.

Für einen Laien: Was heißt zu "modern"? Des weiteren: kommt es mir nur so vor oder klingt die Flöte tiefer als die die wir im Lager haben?
Gute Frage was zu modern ist. Aus meiner Sicht ist die Optik wichtig, eine Querflöte mit Klappen ginge z.B. überhaupt nicht. Zu hölzern mag ich den Klang nicht, das wäre bei den oberen Oktaven auch eine Zumutung für die Mitspieler... Zu sauberer oder reiner Klang wäre mir noch nie aufgefallen. Historisch passend für die Landsknechtzeit bleibt im Fall der Flöte wahrscheinlich ein Wunschtraum.

Die Sweetheart in D klingt nicht tiefer als die, mit denen wir dieses Jahr im Lager gepfiffen haben. Im Video wird bloss nur auf der untersten Oktave gespielt. Die hat aber bestimmt auch 2 Oktaven oder mehr.
« Letzte Änderung: 21. August 2015, 23:14:52 von Lyrah »

Seegras

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #4 am: 04. August 2015, 08:22:56 »
Also die bei Jas Townsend, die sind eigentlich 18Jh. Pfeifen (da hats auch welche in anderen Hölzern, die aus Ahorn ist einfach die billigste). Form, auch dass sie leicht ausgebuchtet ist, und Länge ist eigentlich perfekt, sieht sehr so aus wie auf einem Bild von Hans Schäufelein von 1515. Die Messingränder wären halt erst später.


(Man beachte auch den Schnauz und die Kotletten vom einen Trommler ;))

Was man sonst noch auf Bildern sieht sind öfters noch viel längere Pfeifen, bei Dürrer 1510 z.b. aber auch bei Hopfer 1530. Sowas wie diese Sweetheart von Folkfriends hab ich nirgendwo gesehen, die ist für Landsknechte wohl einfach irgendwie zu kurz. Kann aber sein dass die für Kammermusik oder sowas ist.


Jari

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #5 am: 04. August 2015, 11:44:01 »
Einfach kurz reingeworfen: Das Gepfeife und Getrommle hab ich dieses Jahr als sehr aktiv und schön empfunden, danke dafür!  (y)

Fritz

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #6 am: 04. August 2015, 16:04:38 »
Einfach kurz reingeworfen: Das Gepfeife und Getrommle hab ich dieses Jahr als sehr aktiv und schön empfunden, danke dafür!  (y)

Fand ich auch gut.
Fritz Schlehenhuber
Drakenhof III

Max H.

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #7 am: 04. August 2015, 21:47:18 »
Highlight war da für mich die Weck-Aktion am Donnerstag morgen. Das war so toll gespielt, dass ich trotz 4h Schlaf und Pitz-Schicht sofort auf den Beinen war und zum Lärmplatz gekommen bin. Echt gut!  (y)
Drakenhof III

Horst Grindelwald

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #8 am: 04. August 2015, 22:35:12 »
Gleich eine Frage da:

Welche Lieder wurden denn gespielt? Also abgesehen von den Liedern die gesungen werden. Va. die Weckmelodie interessiert mich. Des weiteren: gibt es von den Pfeifern tips bez. Anfängertips?

Gz. Horst

Lyrah

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #9 am: 05. August 2015, 00:48:25 »
@Seegras: Ja, diese ultra langen Pfeifen auf den Dürer-Bildern haben mich auch schon ziemlich beeindruckt. Sowas könnte schon fast als Waffe durchgehen im Feld.  ;)
Schnauz und Koteletten sind was Feines wenn man die dazu nötige Genetik intus hat.

Vielen Dank für das Feedback zum Spiel! Ich hatte schon überlegt ob wir da einen extra Thread aufmachen sollten um u.a. Form und Funktion des Spiels im LKL zu besprechen. Gehört eigentlich nicht ganz hier rein oder?  ???

EDIT: sehe gerade dass zum Thema Sammeln schon ein Thread für DF 2016 existiert. Anderes fehlt  m.M. nach aber noch (welche Lieder sollen die Pfeiffer begleiten, welche nicht? Was gibt es für Wünsche ans Spiel und was sollen wir ändern? Können wir die Pfeiffer noch für weitere Signale nutzen als nur zum Wecken / Sammeln? ...)

Highlight war da für mich die Weck-Aktion am Donnerstag morgen. Das war so toll gespielt, dass ich trotz 4h Schlaf und Pitz-Schicht sofort auf den Beinen war und zum Lärmplatz gekommen bin. Echt gut!  (y)
Toll das zu lesen.  :) Es gab auch gegenteilige Rückmeldungen zu ebendieser Aktion.

Gleich eine Frage da:

Welche Lieder wurden denn gespielt? Also abgesehen von den Liedern die gesungen werden. Va. die Weckmelodie interessiert mich. Des weiteren: gibt es von den Pfeifern tips bez. Anfängertips?

Gz. Horst


Puh. Wir haben zu spielen versucht was immer ging mit zwei völlig verschiedenen Flöten in verschiedenen Tonarten (Lukas mit Seegras' Townsend, glaube ich, und ich mit der Schwegelpfeife). Hauptsächlich haben wir Teile von Märschen gespielt die wir auch an der Basler Fasnacht spielen - die jedoch nicht zwingend ursprünglich dort herkommen, etwa British Grenadiers oder so Zeug. Die Weckmelodie war der 'Morgenstraich', der Auftaktsmarsch für die Basler Fasnacht und damit effektiv DER Aufweckmarsch. Wurde wörtlich vom Obristen so verlangt und war für mich damit auch eines der Highlights. (Danke an Siefke! Basel ist geehrt! :D )

Tipps für Anfänger fallen mir auf Anhieb keine besonderen ein. Fang mit der Tonleiter an, probier einfache Sachen aus, und dann ist es eine Frage des übens. Ansatz und Fingerstellung könnte ich evtl. zeigen bzw. korrigieren, mit falscher Fingerhaltung kann man sich auf Dauer fiese Verspannungen im Handgelenk einfangen, aber das ist übers Forum ziemlich schwierig mitzuteilen.
« Letzte Änderung: 21. August 2015, 23:15:44 von Lyrah »

Lyrah

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #10 am: 25. August 2015, 00:21:36 »
Jüngst entdeckt: Dieser Flötenbauer in Langenthal baut auch Traversflöten. Besonders interessant wären wohl die untersten zwei auf dem Bild  ganz unten - Die Schweizerpfeife steht in der gleichen Stimmung wie die Alt-Traverse, hat aber eine engere Bohrung; sie spielt sehr gut und mit einfachen Griffen in den höheren Lagen. Es war das  Instrument der schweizer Reisläufer und wurde lebt (sic!)noch heute in der Volkstradition (Basler Fasnacht, Walliser Natwärischpfyffer)

... auf nach Langenthal!
« Letzte Änderung: 25. August 2015, 00:23:14 von Lyrah »

Lyrah

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #11 am: 23. Mai 2016, 19:58:06 »
Die beiden Schweizerpfeifen habe ich von dem Flötenbauer in Langenthal (siehe Post obendran) anfertigen lassen. Sie haben je 150 CHF (ca. 130 Euro) gekostet. Die kürzeste Flöte oben im Bild ist die Jas Townsend.

Der Flötenkasten besteht aus drei Kunststoffröhren, mit Leinenstoff beklebt und dann in dünnes Wildleder eingenäht. Die Vorlage dazu ist dieser Kupferstich (Deutsches Reglement (?)). Für das Band habe ich rote Seide genommen.

« Letzte Änderung: 23. Mai 2016, 20:00:07 von Lyrah »

Kendra

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #12 am: 23. Mai 2016, 21:42:54 »
Seide!

Wildleder   :jin:
(...) Passt zur Optik besser als ein 0815 Tellerbarett.

Lyrah

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #13 am: 23. Mai 2016, 23:18:34 »
Seide!

Wildleder   :jin:

Erläuterung? Mit Quellenangaben, bitte.  ::)

Kendra

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Re: Des Pfeifers Bedarf
« Antwort #14 am: 24. Mai 2016, 18:41:14 »
Wildleder sieht nach Wildleber aus (Kendra 2012).
(...) Passt zur Optik besser als ein 0815 Tellerbarett.